Versorgungslage

Zum 1. Juli 2013 trat die Reform der Bedarfsplanungsrichtlinie in Kraft. Ausgangspunkt der Veränderung ist das GKV-Versorgungsstrukturgesetz aus dem Jahr 2012. Der Gesetzgeber hat darin verankert, dass es in Zukunft eine flexible Bedarfsplanung mit erweiterten Einwirkungsmöglichkeiten für die Länder geben soll sowie eine Veränderung der Planungsbereiche. Das hatte zur Folge, dass es anstatt 9 Planungsbereiche nur noch 5 gab (Grafik).

Tabelle 1
Tabelle 1: Kreistypen bis 30.06.2013

Die Kreistypen 4,7,9 wurden nach der Bedarfsplanungsreform zum neuen Kreistyp 5 zusammengefasst. Waren bis 2013 in diesen Regionen ein Psychotherapeut für 15.692 bis 23.106 Menschen zuständig, waren es nach dem 1. Juli 2013 nur 5.953 Menschen. Das hatte zur Folge, dass vor allem in ländlich geprägten Regionen neue Sitze für Psychotherapeuten ausgeschrieben wurden, da der Versorgungsgrad damit unter 110 Prozent rutscht. Bei einem Versorgungsgrad von über 110 Prozent gilt ein Planungsbereich als überversorgt und in diesem werden keine neuen Sitze ausgeschrieben. Aber erst ab einen Versorgungsgrad von unter 50 Prozent gilt ein Planungsbereich im fachärztlichen Bereich als unterversorgt.

Tabelle 2
Tabelle 2: Kreistypen ab 01.07.2013

Auf den nun folgenden Seiten finden Sie für jedes OPK-Bundesland eine Zusammenfassung der gegenwärtigen Versorgungslage.